Wie wir arbeiten

Unsere Themen und Nicht-Themen

Gespräch und Austausch sind uns wichtig. Wir sprechen über Themen, die uns beschäftigen. Zum Beispiel über Menschenliebe und Eigenliebe, über Philosophie und Geschichte, über Dankbarkeit und Glück, über Stärken und Schwächen, über Wirklichkeiten und Wünsche, über Kunst und Kultur, über Trauer und Trost.

Über Religion und Politik sprechen wir nicht. Das schließt Religiosität oder gesellschaftspolitisches Interesse jedoch nicht aus. Da Glaubenskriege oder politische Debatten eher trennen als verbinden, schließen wir sie bei unseren Gesprächen aus.

Wir wollen die Person sehen, ihr Herz und ihre Haltung.

Unsere Treffen

Drei- bis viermal im Monat treffen wir uns,

  • um rituell zu arbeiten, ähnlich, wie es die alten Baumeister schon vor Jahrhunderten getan haben.
  • um uns mit unseren Gästen zu einem interessanten Thema und Vortrag auszutauschen.
  • um uns mit Themen zu befassen, die uns wichtig sind, oder um Vereinsangelegenheiten und Organisatorisches zu besprechen.
  • um einfach gesellig beisammen zu sein und uns an unserer Gemeinschaft zu freuen.

Unsere Treffen finden im Logenhaus statt oder – für einen internen Gedankenaustausch – auch per Videokonferenz.

Das verstehen wir unter freimaurerischer Arbeit

Tempelarbeit – so nennen wir es, wenn wir uns zu einer rituellen Arbeit zusammenfinden. Dazu gehen wir in einen feierlich und mit freimaurerischen Elementen eingerichteten Raum, unseren Tempel. Wir erleben dort einen Festakt mit besonderem Ablauf und hören einen Vortrag mit freimaurerischem Thema. Dieses Herzstück unterscheidet uns von karitativen Vereinen.

Auf eine Tempelarbeit stimmen wir uns gedanklich ein. Sie ist etwas Besonderes. Hier wollen wir uns auf uns selbst besinnen, nichts soll uns ablenken. Deshalb tragen wir alle schwarze Kleidung, unser Bijou an einem violetten Band um den Hals und unseren Maurerschurz. Der Schurz erinnert an die Herkunft der Freimaurerei und die Arbeit der Maurer in den Bauhütten.

An Gästeabenden treffen wir uns zwanglos und öffentlich mit Menschen, die sich für unsere Arbeit interessieren. Es gibt einen kurzen Impuls oder längeren Vortrag über Freimaurerisches, Geschichtliches oder Weltliches. Wir diskutieren respektvoll und wertschätzend, beantworten gern auch Fragen über die Freimaurerei und unsere Loge.

Ob öffentlich, rituell, unter Schwestern oder als Verein: Bei unseren Treffen verbindet uns schwesterliche Liebe, pflegen wir eine besondere Gesprächskultur. Jede Schwester arbeitet für sich und im jeweils eigenen Tempo an sich selbst, daran, sich weiterzuentwickeln und unsere freimaurerischen Werte auch im nicht maurerischen Leben zu leben.